
Der Frühling ruft! Fit und Familie Teil 1
Im Alltag fit werden oder bleiben: Ein paar ehrliche Zeilen – und ja, einige Tipps.
Beziehungen, Familie und Arbeit brauchen oft so viel Zeit, Energie und Motivation, dass davon wenig übrig bleibt für das Bike-Training. Deshalb hier einige Inputs, wie gezielte Bewegung und das Wohlfühlen im Körper trotzdem möglich sind.
Wichtig zu wissen: Wir sind weder Krafttrainer:in, Physiotherapeut:in noch selbsternannte Fitnessinfluencer:in. Was wir hier schreiben, sind lediglich persönliche Erfahrungen. Kumuliert sind wir über fünf Jahrzehnte in Bewegung, hatten unnötig viele Verletzungen, drei Schwangerschaften und Geburten und ein halbes Dutzend Operationen am Bewegungsapparat.
Was uns hilft, einigermassen fit zu bleiben:
Hauptsache Bewegung
Unsere Zeit in Canada zeigte sehr direkt, wie wichtig Bewegung – und nicht Sport – im Alltag ist. Kaum waren wir in Nordamerika, sassen wir viel mehr im Auto als in der Schweiz. Es fehlten die kurzen Fahrten mit dem Velo zum Einkaufen, zur Arbeit oder in die Krippe. Zu Fuss waren wir noch weniger unterwegs und Treppen gab es so gut wie keine. Einzeln betrachtet fielen zwar nur kleine Bewegungseinheiten weg. In der Summe jedoch machen sie mehr aus, als wir das je für möglich gehalten hätten. Waren wir mal zwei, drei Tage nicht auf dem Trail, fühlten wir uns direkt weniger gut in Schwung.
Wer es sich also irgendwie einrichten kann, regelmässig mit dem Velo oder zu Fuss unterwegs zu sein, baut sinnvolle Bewegungszeit in den Alltag ein.

Tipps für mehr Bewegung im Alltag mit Velo
- Material: muss funktionieren. Das Zweirad sollte zum Alltag passen und nicht umgekehrt. Wir haben uns beispielsweise für E-Bikes entschieden, da wir mit zwei Kindern im Anhänger nicht vernünftig den Hügel hochkommen, den wir täglich bewältigen müssen. Und wir fahren mit fixen Schutzblechen und – den mittlerweile bei E-Bikes obligatorischen – Lampen. Dadurch sitzen wir praktisch das ganze Jahr auf dem Velo und denken nicht jedes Mal bei miesem Wetter darüber nach, ob wir doch ins Auto oder den ÖV steigen. Wichtig dabei ist der nächste Punkt.
- Kleider: sollten passen. Am liebsten sind wir simpel in Alltagsklamotten unterwegs. Funktionale – und selten stylische – Kleider für Kälte und Nässe haben wir griffbereit oder mit dabei, wann immer es Sinn macht. Würden wir bei Nässe und Kälte das Velo stehen lassen, wir wären gefühlt noch drei Monate im Jahr in Bewegung.
- Kurze Strecken im Alltag: sind langweilig und eben zu wenig lang. Ab und an ein Umweg bringt Abwechslung und ein paar Minuten mehr Bewegungszeit in den Alltag. Oder die Unterstützung beim E-Bike drosseln.
- Weite Strecken im Alltag: haben den Vorteil, dass sie Mobilität und Ausdauertraining verbinden. Dafür sind die Hürden höher. Ersatzkleider, Duschmöglichkeit und Zeitaufwand können abschrecken. Und es braucht Ausdauer, die vielleicht noch nicht vorhanden ist. Der Einstieg gelingt leichter, wenn zum Start das Wetter zumindest trocken und das Ziel realistisch ist. Konstant jede Woche ein bis zwei Fahrten bringen mehr als ein Monsterprogramm, für das nach kurzer Zeit die Energie fehlt.
Tipp
Ist die Strecke lange und die ÖV-Verbindungen sind nervig? Eine Bekannte von uns hat eine gute Antwort darauf: Sie hat ein altes Velo an einem Bahnhof parkiert, an dem sie umsteigen müsste. Das letzte Stück pedalt sie, ist kaum länger unterwegs als nur mit ÖV und hat sich bewegt.

Tipps für mehr Bewegung ohne Velo
- Kinder bewegen sich gerne – und freuen sich einige Jahre lang, wenn die Eltern mit von der Partie sind. Fangen, Schwingen oder ein Wettrennen, jede Bewegung bringt etwas.
- Wieso nich einmal einen neue Sportart ausprobieren mit den Kids?
- Effektiv: Mit vollen Taschen vom Einkauf nach Hause marschieren.
- Es gibt Menschen, die Lift fahren und dann im Gym zweimal wöchentlich auf den Stepper steigen. Sinnvoller ist es, (zwischen dem Gym) die Treppenstufen im Alltag zu nutzen.
- Es müssen ja nicht fünf Stockwerke sein: Treppen bieten sich auch für Mini-Sprints an. Kurz den Puls rauf tut gut.
- Ein zügiger Schritt steigert die Herzfrequenz, ohne gleich in Trainingskleider steigen zu müssen. Ob eine Runde über Mittag, auf dem Weg zum nächsten Termin oder auf dem Heimweg eine Station früher aus dem Bus oder Tram ausgestiegen: zu Fuss gehen geht jeden Tag.

Wie hältst du dich im Winter fit für die kommende Saison? Wir freuen uns auf deine Erfahrungen als Kommentar.
Kommentare (0 )
Bitte kostenlos registrieren zum Kommentieren. Danke!